•  
  •  
  •  
  •  
  •  
Microsoft LEAP

Expertentreffen auf dem Microsoft-Campus

Die Microsoft LEAP gehört zu den Highlights für Softwarearchitekten und -entwickler. Einmal pro Jahr wird während fünf Tagen am Microsoft-Hauptsitz in Redmond die Vision, Mission, Strategie und Roadmap der neuesten Microsoft-Technologien vermittelt. Mittendrin: Fünf bbv-Entwickler – darunter auch Rolf Engelputzeder.

12.02.2020Text: bbv0 Kommentare
Microsoft LEAP Azure Github
  •  
  •  
  •  
  •  

Rolf Englputzeder, wie kommt man zur Microsoft LEAP nach Redmond?

Azure und Cloud sind bei uns und bei unseren Kunden ein grosses Thema.  Da wir fünf bei bbv uns in dieses Thema vertiefen wollen, brauchten wir nicht lange zu überlegen, als die Anfrage kam, ob wir an der LEAP auf dem Microsoft-Campus teilnehmen. So sind wir zu fünft nach Redmond geflogen.

Wie muss man sich die Microsoft LEAP vorstellen?

Kurz zusammengefasst: Fünf Tage, 200 Leute, grösstenteils aus Europa, ein vollgepacktes Programm von 7.00 Uhr bis spät am Abend.

Die Veranstaltung selbst ist eine Mischung aus Workshop und Weiterbildung. Es gab beispielsweise die Möglichkeit, die Product-Manager der verschiedenen Azure-Disziplinen zu treffen und mit ihnen über das Produkt oder die Roadmap zu diskutieren.

Was fandest du besonders interessant?

Neben den Trends zu Cloud und Azure gab es eine Technologie, die bei mir persönlich hängengeblieben ist und die ich sehr gerne am nächsten Focus Day innerhalb der bbv vorschlagen will: das Opensource-Projekt dapr. Dabei handelt es sich um eine Art Best Practice, wie man Microservices in Zukunft baut. Mit dapr kann man Mini-Container entwickeln und quasi überall hosten. Das Produkt ist cloud-agnostisch und kann so auf Azure, Amazon, Google Cloud und vielen weiteren Anbietern gehostet werden.

Was gab es neben dem Programm noch zu entdecken?

Während der Freizeit, etwa in der Mittagspause, bot Microsoft verschiedene zusätzliche Touren an. So war ich auf einer Tour zum Thema Cyber Crime.

Die Microsoft LEAP hatte für uns bbvler auch einen Teambuilding-Aspekt, was sehr wertvoll war. Es war eine sehr coole Gruppe und wir sind nach den Vorträgen zusammen ausgegangen und haben Seattle besucht.

Was habt ihr mitgenommen?

Ich habe vor allem bei den Themen Azure und Cloud einiges mitgenommen. Als nicht-klassischer Microsoft- oder Azure-Architekt habe ich zwar schon vorher damit gearbeitet und kenne mich auch etwas aus. Aber beim Treffen wurde mir klar, wie wenig ich von den Azure-Services weiss. So war das, was ich persönlich von der Microsoft LEAP mitnahm, sehr unterschiedlich: Bei gewissen Vorträgen habe ich nicht viel neues mitgenommen, weil ich die Services in dem präsentierten Umfang schon gekannt habe. Aber dann gab es auch Präsentationen, bei denen alle fünf Minuten Begriffe kamen, die ich bis dahin noch nie gehört habe. Da habe ich mir auch Notizen gemacht, um dann auch genauer nachzufragen oder das Thema später zu vertiefen.

Neben den Trends zu Azure und Cloud war noch interessant, wie Microsoft zum Thema GitHub in der Zukunft steht. Es gibt beispielsweise die GitHub Actions, wovon es bald eine zweite Version geben wird. Diese soll die Funktionalität von Microsoft Azure Pipelines ein Stück weit ersetzen.

Ausserdem gab einen regen Austausch mit anderen Entwicklern und Architekten, die auch an dieser Konferenz teilgenommen haben. Über Twitter bleiben wir in Kontakt, und bleiben so an den Themen dran oder damit ich mich am Puls der Zeit orientieren kann.

Microsoft LEAP Azure Github

Was ist dir vom Microsoft-Campus in Redmond geblieben?

Was mir geblieben ist, ist die unglaubliche Grösse des Campus. Insgesamt arbeiten dort 42’000 Menschen für Microsoft. Es gibt Bars, Restaurants, Sportfelder, ein Coiffeur und sogar ein Velohändler. Momentan wird der Campus ausgebaut und wenn er fertig ist, hat es Platz für weitere 10’000 Personen. Dann soll es auch einen Zug mit verschiedenen Bahnhöfen auf dem Campus geben. Obwohl das Areal riesig war, war alles sehr gut organisiert. So fingen die einzelnen Vorträge immer pünktlich an. Shuttlebusse brachten uns an die verschiedenen Orte oder zum Hotel. Auf dem ganzen Microsoft-Campus konnte man jederzeit solche Shuttlebusse bestellen, die einen dann innerhalb von kürzester Zeit abholten und an einen Wunschort auf dem Areal brachten.

Ein besonderer Aspekt, an den ich mich zudem erinnern mag und den ich sehr cool fand, ist, dass Microsoft bis ins Jahr 2030 CO2-neutral werden und bis 2050 seine ganzen CO2-Schulden abgetragen haben will. Ich kann mir gut vorstellen, dass dies auch klappt. Auf dem Campus bekamen wir beispielsweise nur kompostierbare Take-Away-Behälter. Plastik ist so weit wie möglich bereits verbannt.

Wie fliesst das Gelernte bei der bbv ein?

Selbstverständlich! Das Opensource-Projekt dapr werde ich in der IoT- und Azure-Community diskutieren und dazu am nächsten Focus Day auch eine Zusammenfassung unserer Reise präsentieren.

Microsoft LEAP Azure Github

Der Experte

Rolf Englputzeder

Rolf Englputzeder ist als Senior Software-Entwickler .NET & Frontend bei bbv tätig. Als passionierter Softwareentwickler und SCRUM Master arbeitet er gerne an neuen Herausforderungen und liebt es im Team zu agieren. Sein Hintergrund ist die industrielle Automatisierung.

Unser Wissen im Abo

Komplexe Datenauswertungen

Datenanalyse mit Machine Learning

Innovation
Azure Databricks

Zentrales Analysetool für Big Data

Cloud Computing
Change Management – Teil 2

Gegenwind bringt den Wandel voran

Digitalisierung

Artikel kommentieren

Die E-Mail-Adresse wird nicht publiziert. Notwendige Felder sind mit einem * versehen.