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Ticketing und Cashless

Blockchain-App für Event-Veranstalter

Ticketing, eigene Festivalwährung, Mitarbeiterorganisation und das gesamte Programm in einem. Das Start-up Event Token bietet mit seiner gleichnamigen App genau dies an – und kann während Corona-Zeiten den Veranstaltern Hilfe bieten.

18.06.2020Text: bbv0 Kommentare
Event Token
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Das Start-up Event Token bietet mit seiner gleichnamigen App ein mobiles Portemonnaie für Events, wie Openairs, Festivals oder Konzerte. Mit Hilfe der Blockchain-Anwendung können Veranstalter ihren Event von einem webbasierten Dashboard aus orchestrieren: Von der Widget-Konfiguration über das Staff-Management bis hin zur Abrechnung. Besucher erhalten mit der Mobile App des Start-ups Zugang zum Event, können Guthaben in der eigenen «Währung» – sogenannte Token – aufladen und auch gleich damit bezahlen.

Den Veranstaltern die Kontrolle wiedergeben oder «cut out the middlesman»: So einfach fasst Nicolas Purpura, Gründer und Geschäftsführer von Event Token, die Idee und Funktionalität der App zusammen. Ermöglicht wird dies über eine auf Blockchain basierende Mobile App, die als direkte Kommunikationsschnittstelle dient zwischen Veranstalter, Mitarbeitenden, Subunternehmern, Sponsoren und Besuchern. «Mit der Event-Token-App wollen wir in erster Linie den Veranstaltern mehr Sicherheit bieten. So können sie beispielsweise die Übertragbarkeit der Tickets kontrollieren und somit den Schwarzmarkt umgehen», erklärt Purpura.

Modulare Lösung mit Blockchain-Technologie

Die bbv-Teams in der Schweiz und in Vietnam entwickelten für Event Token eine App, die besonderen Wert auf eine zukunftsorientierte, modulare und skalierbare Lösungsarchitektur mit Blockchain-Technologie legte. Wichtig war ihnen, dass eine eventspezifisch eigene Kryptowährung erstellt werden kann. «Es handelt sich dabei aber nicht um ein frei handelbares System, wie man es von Kryptowährungen kennt», so Purpura, und führt weiter aus: «Blockchain wird bei der Anwendung als Datenstruktur verwendet, mit der Eventbesucher Token gleich aufladen und bezahlen können.»

So ist die App dann auch ein zweistufiges Produkt. Die erste Stufe ist der Zugang zu Event Token selbst, bei dem sich der User registriert und Zugang zu allen Veranstaltungen und Funktionen erhält. Der User sucht sich anschliessend die Veranstaltung aus und lädt das entsprechende Event-Widget herunter.

Dieses Event-Widget bildet die zweite Stufe. «Beim Widget handelt es sich um ein Gerüst, das aus verschiedenen Modulen besteht und vom Veranstalter in seinem persönlichen Dashboard konfiguriert werden kann», erklärt Purpura. Die Module beinhalten etwa eine Cashless-Funktion, das Ticketing, Kommunikations-Features, Access Control, Sponsor Leadgeneration, Gamification und mehr.

Corona-Krise als Chance

Veranstalter, welche die App für ihr Event nutzen wollen, müssen sich momentan noch via Homepage bei Event Token anmelden. Nach Abschluss eines Lizenzvertrages erhält der Veranstalter Zugangsdaten und kann sich komplett autonom auf einer Web-Oberfläche anmelden, die Events koordinieren und die Event-Widgets konfigurieren. Schon bald soll dieser Prozess einfacher funktionieren, verspricht Purpura.

Bereits kurz nach dem Release kam Event Token bei zwei grösseren Events zum Einsatz. «Bei beiden Veranstaltungen konnten wir beweisen, dass die App sowohl unter hohem Traffic wie auch unter konstant hoher Belastung und vielen parallelen Usern performen kann», freut sich Purpura. Und auch wenn sich ein Grossteil der Schweizer Event-Szene derzeit im Corona-Tiefschlaf befindet, kann sich Purpura gut vorstellen, dass die App dort, wo dies möglich ist, erst recht zum Einsatz kommt: «Mit unserer App kann man ohne Probleme auch Gästelisten erstellen und hat so die Besucherdaten von spezifischen Events – genau wie dies der Bund im Moment wünscht.»

Der Experte

Markus Holzner

Markus Holzner ist Business Area Manager für ICT-Kunden der bbv. Sein Selbstverständnis ist, dass zu einem guten Projektabschluss nicht nur ein vorzeigbares Ergebnis gehören, sondern auch ein zufriedener Kunde und zufriedene Mitarbeitende.

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