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Monitoring für Produktentwicklung

Einblick ins Nutzerverhalten

Dank Monitoring kann nicht nur das Systemverhalten von Software überprüft werden. Zusammen mit dem Luzerner Unternehmen Calitime entwickelte bbv eine SaaS-Lösung, die wertvolle Einblicke in das Nutzerverhalten gab – und konnte die Applikation entsprechend optimieren.

05.12.2018Text: bbv0 Kommentare
Monitoring
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Keine IT-Landschaft ohne Monitoring. Nur mit einer ständigen, professionellen Überwachung können die Verfügbarkeit eigener Ressourcen erhöht und mögliche Störungen frühzeitig erkannt und behoben werden. Gerade beim Betrieb von SaaS-Lösungen haben Software-Dienstleister Zugriff auf ein zentrales und umfassendes Monitoring. So sorgen sie dafür, dass die Applikation beim Kunden immer zuverlässig und mit optimaler Auslastung und Performance läuft.

Dass mit einem zentralisierten Monitoring aber mehr möglich ist, als für den Kunden Ressourcen zu- oder wegzuschalten, bewies bbv mit ihrer Zusammenarbeit mit Calitime. Zusammen mit dem Luzerner Software-Unternehmen entwickelte bbv Time Rocket, eine SaaS-Lösung zur Erfassung von Arbeitszeiten: «Wir haben ganz klassisch damit begonnen, das Systemverhalten mit unseren Cloud-Diensten zu überwachen», erklärt Urs Enzler, Fachleiter agile & Architektur bei bbv. So verfolgten die Entwickler die Auslastung der Ressourcen (Load), die Antwortzeiten (Performance) sowie die Verfügbarkeit (Reliability) der Applikation und ergriffen nötigenfalls Massnahmen, um den störungsfreien Betrieb von Time Rocket zu gewährleisten.

Bessere User Experience dank Monitoring

Die Überwachung der Applikation beschränkte sich aber nicht bloss auf das Systemverhalten. Auch das Nutzerverhalten konnte ausgewertet werden: Dank der Daten aus den Front- und Backends konnte bbv herausfinden, ob wirklich alle eingebauten Funktionalitäten von den Usern gebraucht werden und wie diese durch die Applikation navigieren. «Dadurch erhalten wir sehr viel Einsicht in die Art und Weise, wie eine Applikation überhaupt genutzt wird», erklärt Enzler. «Tatsächlich ist das nicht immer so, wie wir es uns ursprünglich vorgestellt haben.» Durch das Monitoring erkannte Calitime beispielsweise, dass die User die Applikation vorzugsweise auf mobilen Geräten bedienten – obwohl sie eigentlich als Lösung für den Desktop-PC entwickelt wurde. «Aus diesem Grund haben wir die Applikation fortan mobile-first entwickelt und das UI entsprechend optimiert. Wir gehen davon aus, dass dies der Akzeptanz der Applikation gutgetan hat.»

Gleich sämtliche Vorgänge einer Applikation zu überwachen, macht aber laut Enzler nicht immer Sinn. Oft sind die Datenberge zu gross, um wirklich nützliche Erkenntnisse daraus ziehen zu können. Oder man überwacht einzelne Vorgänge bloss um der Überwachung willen: «Wenn das Monitoring nichts bringt, wenn man keine sinnvollen Massnahmen daraus ableiten kann, kann man es gleich sein lassen», sagt Urs Enzler. «Bei einigen Vorgängen auf eine Überwachung zu verzichten wäre wiederum ein Performance-Gewinn – und es können unnötige Kosten eingespart werden.»

Der Experte

Urs Enzler

Urs Enzler ist als Senior Software-Architekt .NET bei bbv tätig. Als agil gesinnter Softwareentwickler spricht er an Konferenzen und Communityanlässen gerne über architektonische Herausforderungen und über das Lernen im Team. Enzler ist Co-Gründer der .NET Usergroup Zentralschweiz.

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