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Blockchain und IoT

Zu welchem Unternehmen passt die Blockchain?

Neue Technologien wie Blockchain und IoT können Geschäftsprozesse vereinfachen und eröffnen neue Geschäftsmodelle. Das funktioniert aber nur, wenn die Technologien gut in bestehende Systeme integriert sind und die Nutzer sie akzeptieren.

23.10.2018Text: bbv0 Kommentare
IoT und Blockchain
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Das Thema «Blockchain» dürfte den meisten aus den Medien mittlerweile bekannt sein: Ständig ist die Rede vom Auf und Ab der Kryptowährung Bitcoin. Wohl nicht zuletzt deshalb sind in vielen Köpfen Blockchain und Kryptowährungen als Synonyme verankert – aber das ist falsch. Blockchain ist zwar die Basistechnologie, die hinter Bitcoin, Ether & Co. steckt. Mit einer Blockchain lassen sich jedoch weit vielfältigere Anwendungen realisieren als Zahlungsverkehr und Vermögensaufbau. Blockchain als Technologie hat mit Währungen keineswegs direkt etwas zu tun.

Die Blockchain-Technologie ermöglicht es, Daten zuverlässig, unveränderbar und für jeden Teilnehmer nachvollziehbar in einer verteilten Infrastruktur zu speichern. Damit lässt sich zum Beispiel gewährleisten, dass Transaktionen zwischen Vertragspartnern sowie generell jede Art von Prozessen transparent und gleichzeitig fälschungssicher abgebildet werden. Die Blockchain-Technologie bietet sich somit überall dort an, wo es auf Vertrauenswürdigkeit ankommt – in der Finanzindustrie ebenso wie im Gesundheitswesen, für den Identitätsnachweis und das Identitätsmanagement, für Zutrittssysteme, für Echtheitszertifikate, zur Absicherung geistigen Eigentums, in der Logistik, für das Supply Chain Management und so weiter.

IoT und Industrie 4.0 profitieren von der Blockchain

bbv ist überzeugt, dass die Verschmelzung von Technologien lohnende neue Geschäftsmodelle ermöglicht. Eine solche Technologie ist Blockchain – aber nur eine von manchen. Blockchain sollte deshalb nie isoliert betrachtet werden, sondern immer in Kombination mit anderen neuen und auch altbewährten Technologien, und vor allem im Kontext der eigenen Organisation. Nur so ergibt sich eine gültige Antwort auf die Frage «Wie können wir unsere Marktposition stärken, indem wir die bestehende Infrastruktur und sowohl bekannte als auch neue Geschäftsmodelle integrieren und weiterentwickeln?»

Blockchain-Technologie bietet sich aufgrund der starken Automatisierung von Prozessen und Transaktionen ganz besonders im Umfeld des «Internets der Dinge» (IoT) beziehungsweise der «Industrie 4.0» an. Viele KMU sind mit IoT und Blockchain jedoch überfordert. Die Themen sind neu, es fehlt oft an technischem Know-how und an Wissen, was mit den Technologien überhaupt möglich ist. bbv kann die Kunden in dieser kritischen Phase begleiten. Als Erstes hilft bbv dabei, die Themen und Möglichkeiten zu identifizieren, die das Business weiterbringen. Dabei kann herauskommen, dass eine Blockchain-Lösung genau das Richtige ist – oder auch, dass sie nicht geeignet wäre.

Blockchain-Integration ist nicht gratis

Aus der Projektumsetzung hat bbv eine wichtige Erkenntnis gewonnen: Die Integration in die Umsysteme ist anspruchsvoll und in keinem Fall geschenkt. Es gibt noch keine fixfertigen Standard-Schnittstellen zur Verbindung einer Blockchain mit bestehenden ERP- oder CRM-Systemen. Die Integration muss für jedes System, für jede Anwendung individuell gebaut werden. Mit anderen Worten: Blockchain-Integration bringt Aufwand und Kosten mit sich. Am besten fährt man erfahrungsgemäss mit einem Partner, der Blockchain-Technologie als Service anbietet. Dann ist es nicht mehr nötig, die ganze Infrastruktur selbst auf die Beine zu stellen. bbv empfiehlt, einen etablierten Player beizuziehen: So offerieren etwa Microsoft und IBM Blockchain-Dienste aus der Cloud.

An dieser Stelle sollte ein gängiges Missverständnis geklärt werden. Oft hört man von «Public Blockchain» oder «Private Blockchain». Diese Unterscheidung bezieht sich darauf, wem die Teilnahme an der Blockchain erlaubt ist. Entweder steht der Zugang prinzipiell allen offen, oder der Zugang wird nur einer beschränkten Gruppe ermöglicht. Die Einschränkung kann auf verschiedene Weise geschehen, z.B. indem man eine Lizenz für den Zugang besitzt oder sich in einem speziellen IP Netzwerk befindet. Es geht also nicht darum, ob die Daten «public» oder «private» sind. Welche Daten in einer Blockchain für die Teilnehmer nutzbar sind. wird in der Logik der Blockchain geregelt und hängt nicht davon ab, ob eine Blockchain «public» oder «private» ist.

Besonders kritisch: Nutzerakzeptanz

Blockchain-Anwendungen automatisieren Vorgänge, die bisher einen vertrauenswürdigen Intermediär benötigten, wie zum Beispiel die Bank beim Zahlungsverkehr oder den Notar bei einem Vertragsabschluss. Nun steckt das Vertrauen in der Blockchain selbst – die automatisierte Abwicklung mag einem Nutzer fast wie Magie erscheinen. Umso wichtiger ist die Nutzerakzeptanz: Die Anwendung muss so konzipiert sein, dass die Nutzer sie nicht als «schwarze Magie» empfinden. Geschäftsmodelle, die diesen Beigeschmack haben, sind zum Scheitern verurteilt. Kein Blockchain-Projekt sollte ohne User Research auf den Markt kommen. Die Nutzer müssen von Anfang an in die Entwicklung einbezogen werden. Wer eine Blockchain-basierte Lösung plant, muss mit den Endanwendern reden, ihre Ängste respektieren, sie bei ihren Erwartungen abholen und ihnen den Nutzen der Lösung aufzeigen.

Es ist das Ziel von bbv, die Kunden in IoT- und Blockchain-Projekten bei der Identifizierung von Geschäftsmöglichkeiten, bei der Innovation und bei der Umsetzung zu unterstützen. Ein erster Schritt sind unsere Innovation Workshops für Führungskräfte, die Produkte und Dienstleistungen entwickeln oder prüfen möchten, ob eine Geschäftsidee auf Basis solcher Technologien Potential hat. Wir begleiten die Teilnehmer auf Basis der neuesten Erkenntnisse und Best Practices in drei Modulen von der Idee bis zum Business Case. Und wenn es soweit ist, bbv die Kunden bei der Projektumsetzung und der Integration der neuen Technologien.

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