MeteoRweb – Erfahrung mit Internet of Things am Beispiel von Wetterstationen im Gathering 2014

Im Rahmen der internen Weiterbildungswoche „bbv Gathering“ 2014 traf sich die ganze bbv Software Services in Davos, um sowohl innerhalb der Rolle aber auch rollenübergreifend Erfahrungen zu sammeln und als Firma noch weiter zusammenzuwachsen. Für die Rollen Engineer und Senior Engineer haben wir uns dieses Jahr etwas ganz Besonderes ausgedacht. Wir wollten das Thema Internet of Things am Beispiel von Wetterstationen behandeln und gleichzeitig unsere bereits vorhandenen Erfahrungen in Crossplattformentwicklung weiter vertiefen. Jeder Mitarbeiter des Engineering Tracks wurde mit folgender Aufgabenstellung konfrontiert:

Die Firma MeteoR AG ist eine mittelständische Schweizer Firma, die sich auf Produkte im Themenbereich personalisierte Wetterinformationsplattform spezialisieren will. Du bist ein stolzes Mitglied dieser aufkommenden Firma. Eine von einem unabhängigen Marktforschungsinstitut erstellte Marktanalyse hat aufgezeigt, dass überraschenderweise eine grosse Nachfrage bei Heimanwendern nach personalisierten Wetterplattformen vorhanden ist. Die Marktforschung zeigte folgende wichtige Grundbedürfnisse der Heimanwender:

  • Die Plattform (Codename MeteoRpoint) soll kostengünstig von einem Heimanwender erworben werden können.
  • Es soll möglich sein, mehrere Plattformen zu einem Netzwerk (Codename MeteoRweb) von Plattformen verknüpfen zu können.
  • Für den ersten Launch der Plattform reichen Messdaten für Temparatur, Luftfeuchtigkeit und Luftdruck.
  • Heimandwendern nutzen eine Vielzahl von Endgeräten (Mobile, Desktop, MediaCenter…) mit denen es möglich sein soll, auf die Daten der Plattform zuzugreifen.

MeteoR AG selbst hat folgende erste Anforderungen an MeteoRpoint:

  • Aufbau auf einer modularen und nicht-proprietären Hardware-Plattform.
  • Es soll jederzeit möglich sein, bestehenden MeteoRpoint-Plattformen mit weiteren Sensoren/Module zu erweitern.

Die MeteoR AG besitzt Engineering-Kompetenzen in den Bereichen Java, .NET, Embedded und Mobile. Des weiteren sind Kompetenzen im Bereich Architektur, Usability, Requirements Engineering und Testing verfügbar.

Der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung der MeteoR AG haben beschlossen, fünf Tage in Davos mehrere Prototypen der Plattform MeteoRpoint entwickeln zu lassen. Die Woche läuft unter dem Codenamen MeteoRit. Das Leitmotto der Woche ist: “MeteoRit – der MeteoRpoint schlägt ein!”. Der VR und die GL hat das Ziel, als Unternehmung weiter zusammenzuwachsen und unabhängig von der Kerntechnologie erfolgreiche Produkte auf den Markt zu bringen. Ziel ist es, gemeinsam mit Spass und Engineering-Kompetenz zum erfolgreichen Produkt.

Die Systemlandschaft soll folgendermassen aussehen:

SystemuebersichtMeteoR

 

Die Systemlandschaft stellt die Komplexität des MeteoRweb ziemlich eindrücklich dar. Hunderttausende von MeteoRpoint Plattformen (beschriftet mit elektr. Board) die beim Heimanwender oder potentiell später auch bei Grosskunden laufen liefern periodisch Messdaten an die MeteoRcloud (beschriftet mit Server). Bestandteil der MeteoRCloud ist ein auf den REST-Prinzipien aufbauender skalierbarer MeteoRServer, der als Gateway und Cache von der Plattform zur Cloud seine Dienste verrichtet. Teil der MeteoRcloud ist auch ein BigData Cluster, der die Messdaten längerfristig archiviert und Map-Reduce-Abfragen über Petabyte an Sensordaten erlaubt. Der mobile Client, der vor allem bei den Heimanwendern zum Einsatz kommt (beschriftet mit Mobile), ist eine Crossplattform Applikation die auf Windows Phone, Android und iPhone die Messdaten der MeteoRpoint Plattformen des Anwenders visualisiert. Für den Ausbau der Plattform in der Zukunft sind Single Page Applications geplant, die es Grosskunden erlauben, mehrere tausend MeteoRpoint Plattformen zu überwachen, zu administrieren und zu aktualisieren.

Alle Engineers teilten sich selbst in folgende Gruppen ein:

  • Team Mobile
  • Team Rich Client
  • Team MeteoRCloud / BigData

Ausser beim Team MeteoRCloud / BigData waren immer folgende Artefakte abzuliefern:

  • Mobile oder Rich Client
  • MeteoRpoint und Anbindung
  • REST basierter MeteoRServer

Um die Aufgabe noch spannender zu machen, hatten die Teilnehmer ein sehr knappes Zeitbudget zur Verfügung.

Die Geschäftsleitung der MeteoR AG möchte in 2 Arbeitstagen die für die Prototyp-Entwicklung zur Verfügung stehenden Projekte vorgestellt bekommen. Das bedeutet, dass die begrenzte Zeit in der Planung mitberücksichtigt werden muss. Jedes Team strebt an, einen funktionierenden Prototyp vorführen zu können.

Im nächsten Blogpost gehen wir auf die genutzte Hardware für MeteoRpoint näher ein und runden die Artikelserie mit einer Übersicht über die Resultate der Teams ab.

 

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One Response to MeteoRweb – Erfahrung mit Internet of Things am Beispiel von Wetterstationen im Gathering 2014

  1. Adam says:

    ich habe eine Funkstation von Logixx ForeCast mit drei Sendern.

    Bei mir wird eine schematische Wetterprognose gezeigt, 3 verschiedenen Außentemperaturen (1 Sender auf dem Südbalkon, 1 Sender auf dem Nordbalkon und 1 Sender in meiner Gärbox fürs Brotbacken ), Innentemperatur, Luftfeuchtigkeit, Mondphase und die Uhrzeit.

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